10 Jahre Marvel Cinematic Universe

Am 1. Mai 2008 startete Iron Man in den deutschen, ein Tag später in den amerikanischen Kinos. Damit wurde der Grundstein für das Marvel Cinematic Universe gelegt. Der Film entwickelte sich bei Fans und Kritikern zum weltweiten Hit und war für die Marvel Studios der Grundpfeiler für ein Imperium, das viele der erfolgreichsten Filme aller Zeiten umfasst.

In den zehn Jahren, die seit dem Start des Films vergingen, haben alle 18 Comicverfilmungen der Marvel Studios auf Anhieb Platz 1 der amerikanischen Kinocharts erobert – ein einsamer Rekord. Fünf Filme haben weltweit je über eine Milliarde Dollar eingespielt, insgesamt bringen es alle 18 Filme zusammen weltweit auf über 13 Milliarden Dollar Boxoffice.

 

Superkraft: Kino-Blockbuster

Diese Dominanz an den Kinokassen setzte sich im Februar 2018 mit dem Start von Black Panther fort, der sich zu einem großen Popkulturphänomen entwickelte und auch kommerziell enorm erfolgreich wurde. Mit einem Einspiel von 202 Millionen Dollar verzeichnete Black Panther das fünftbeste Startwochenende aller Zeiten. Darüber hinaus ist Black Panther an den amerikanischen Kinokassen der erfolgreichste Superhelden-Film überhaupt. Und auch das weltweite Einspiel von bisher 1,3 Milliarden Dollar ist mehr als beeindruckend.

 

Der Beginn des Marvel Cinematic Universe

Kevin Feige, der die Marvel Studios leitet und Avengers: Infinity War produziert hat, blickt zurück und erklärt die Gründe für die beispiellose Erfolgsserie, die Marvel mit seinen sich fortwährend erweiternden Franchisen und immer neuen Charakteren an den Kassen und bei den Kritikern gelang: „Damals hofften wir, dass Iron Man genug Geld einspielen würde, damit wir einen zweiten Film drehen konnten“, erinnert sich Feige an die Anfänge. „Hätte dieser Film nicht funktioniert,gäbe es das Marvel Cinematic Universe, wie wir es heute kennen, nicht. Doch als wir die Szene mit Samuel L. Jackson und Robert Downey Jr. drehten, die auf den Abspann des Films folgt, bekamen wir einen ersten Eindruck davon, worauf wir hinarbeiteten.“

„Ich habe das von Anfang an gesagt, und das gilt auch heute noch unverändert: Wir haben keine magische Formel, die wir nur immer wieder anwenden müssen“, setzt Feige seine Ausführungen fort. „Jeder Film steht für sich, muss für sich und gleichzeitig innerhalb der übergreifenden Geschichte funktionieren, die all diese Filme miteinander verbindet. Die Stärke des Marvel Cinematic Universe fußt auf seinen Figuren. Sie sind komplex, tiefgründig und haben alle auf irgendeine Weise Fehler und Defizite. Und das ist es, was unsere Figuren und Geschichten interessant macht, das ist der Grund, warum sie sich zeitlos bewährt haben.“

 

Avengers assemble!

Der Erfolg von Marvel’s The Avengers machte den Verantwortlichen von Marvel etwas bewusst, wie Kevin Feige erklärt. „Die Avengers zeigten uns, dass den Zuschauern diese Vermischung und gegenseitige Befruchtung der Franchise wirklich gefiel. Wir erkannten, dass sie uns zweifellos weiter unterstützen würden, solange wir Filme von Qualität auf die Leinwand brachten. So konnten wir alles, was wir in den letzten zehn Jahren auf die Leinwand gebracht haben, vorab dramaturgisch entwickeln und auf Avengers: Infinity War hinarbeiten. Dieser Film versammelt in der Geschichte, die er erzählt, mehr Superhelden als jeder andere Film vor ihm.“

Louis D’Esposito leitet zusammen mit Kevin Feige die Marvel Studios und ist Ausführender Produzent von Avengers: Infinity War. Für ihn liegt das Geheimnis des Erfolgs des Marvel Cinematic Universe zum Teil auch im Casting. Denn für dieses Universum arbeitet das unbestritten talentierteste Ensemble aller Zeiten, immerhin gehören 16 Oscar®-Preisträger und 22 Schauspieler, die bereits für den Oscar® vorgeschlagen wurden, dazu.

 

Die wichtigsten Entscheidungen

„Blickt man zu den Anfängen mit Iron Man zurück“, so Louis D’Esposito, „dann waren wohl die Besetzung von Robert Downey Jr. und die Verpflichtung von Regisseur Jon Favreau die wichtigsten Entscheidungen, die wir je getroffen haben. Mit Robert Downey Jr. bekamen wir nicht nur einen großartigen Darsteller für eine unserer ikonischsten Figuren. Vielmehr war es auch ein Signal an die Branche, dass wir es ernst meinten und fantastische Schauspieler für unsere Filme engagieren wollten. Die Mitwirkung von Robert war ein Anreiz für Jeff Bridges und Gwyneth Paltrow – Terrence Howard hatten wir schon verpflichtet. Bei Thor waren Sir Anthony Hopkins und Natalie Portman die Magnete, von da an entwickelte sich ein Schneeballeffekt. So wurden wir schnell als ein Studio bekannt, das Superhelden-Filme drehen, gleichzeitig aber auch großartige Geschichten mit den besten Schauspielern überhaupt erzählen wollte.“

„Mit Jon Favreau und Robert Downey Jr. fanden, entwickelten und perfektionierten wir diesen Stil, der die Marvel Studios seitdem prägt – im Erzählton und in der Entwicklung und Herstellung unserer Filme“, ergänzt Kevin Feige. „Diesen Stil und diese Methodik haben wir bis hin zu Avengers: Infinity War, unserer mittlerweile 19. Comicverfilmung, bewahrt. Im Laufe der letzten zehn Jahre hat sich Robert bei all unseren Filmen als kreativer Berater und Mitarbeiter eingebracht, er unterstützt all die Schauspieler, die wir für unsere Filme engagieren, und ist ein Mentor für sie.“

„Wir sagen oft, dass er den Vorsitz über das Ensemble der Schauspieler führt, denn auf den Sets mit den Avengers ist er ist der größte Star, den wir haben. Ungeachtet seines Status heißt er jeden neuen Schauspieler im Marvel Cinematic Universe mit großer Herzlichkeit willkommen – das gilt für die Arbeit vor der Kamera und hinter den Kulissen wie auch für die PR-Touren. Er sorgt dafür, dass sich alle unsere Schauspieler wohlfühlen, so können sie das Beste aus sich herausholen. Aus all diesen Gründen kann man nicht oft genug betonen, was Robert für uns getan und geleistet hat. Ohne Robert Downey Jr. gäbe es kein Marvel Cinematic Universe“, resümiert Kevin Feige.

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